Resilienz – Krisen als Chance

Viele Menschen erleben die Corona-Krise auch als persönliche Krise: sei es, weil sie ihre Arbeit verloren haben, sei es, weil ihnen der Kontakt zu geliebten und wichtigen Menschen gefehlt hat und noch fehlt, sei es, weil sie die Beschränkungen im täglichen Leben als Freiheitsberaubung empfinden – Ängste treten auf, Lebenskonzepte geraten ins Wanken, Existenzen sind bedroht…

Wie wir Krisen meistern, hängt ganz wesentlich von unserer Widerstandskraft – unserer Resilienz – ab. Resiliente Menschen erleben sich in Belastungssituationen nicht als hilflose Opfer, sondern nehmen ihr Leben in die Hand, sie suchen aktiv nach Unterstützung und Lösungsmöglichkeiten, sie tun sich etwas Gutes, nehmen sich quasi eine „Auszeit von der Krise“, sie suchen nach dem Sinn und blicken grundsätzlich optimistischer in die Zukunft.

Die gute Nachricht: Resilienz ist trainierbar. In meinen Workshops kommen Methoden des renommierten Gesundheitsförderungsprogramms „Salute! – Was die Seele stark macht“ zum Einsatz. Jeder Workshop widmet sich einem der vier zentralen Bausteine der Resilienz, fördert so eine gute psychische Gesundheit und macht Sie stark für die Bewältigung von Krisen.

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1.) Selbstfürsorge: Wohlbefinden und angenehmes Erleben im Alltag fördern
Selbstfürsorge und positive Emotionen im Alltag stellen eine wichtige Ressource dar, um sich gegen langfristige Folgen von Krisen zu schützen. Häufig neigen Menschen jedoch unter Belastungen dazu, Interessen verkümmern zu lassen, Hobbys, Sport und angenehme Freizeitaktivitäten aufzugeben – also ausgerechnet auf die Dinge zu verzichten, die ihnen guttun. Im Kurs wird deshalb ein angenehmes, genussvolles Erleben im Alltag gefördert und eine selbstfürsorgliche Haltung entwickelt: z. B. durch
• Wahrnehmen und Ernstnehmen von eigenen Erholungsbedürfnissen
• Verschaffen von angenehmen Erlebnissen im Alltag
• Entdecken von Energiequellen
• sich selbst etwas Gutes tun

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2.) Selbstwirksamkeit: Vertrauen in die eigenen Stärken gewinnen
Unsere Erwartungen darüber, den Ausgang von Ereignissen beeinflussen zu können und das Wahrnehmen von eigenen Handlungsspielräumen bestimmen maßgeblich, ob und wie wir (alltägliche) Belastungssituationen bewältigen. Im Workshop werden daher gesundheitsförderliche Einstellungen insbesondere im Hinblick auf eine optimistische Selbstwirksamkeitsüberzeugung eingeübt, z. B. durch
• Erkennen von Stärken und Erfolgen im eigenen Lebensweg
• Entdecken von „Mutmachern“, also positiven, unterstützenden Selbstaussagen
• Stärkung von Optimismus durch das Formulieren von sog. „Goldenen Sätzen“

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3.) Sinnorientierung: Werte und Ziele klären und ein positives Zukunftskonzept entwickeln
Studien haben gezeigt, dass das Empfinden des eigenen Lebens als sinnerfüllt mit einer hohen psychischen Gesundheit einhergeht. Das gilt auch für Sinnerleben bei der Arbeit. Auch Ziele, die selbstbestimmt aufgestellt und verfolgt werden, führen zu positiven Gefühlen und individuellem Wohlbefinden. Im Workshop wird dies gefördert durch
• Erkennen von persönlich bedeutsamen Werten
• Entwickeln einer positiven Vorstellung von der Zukunft
• Setzen von sinnvollen und erreichbaren Zielen
• Planen von konkreten Schritten für das Erreichen dieser Ziele

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4.) Soziales Netzwerk und soziale Unterstützung
In Krisenzeiten ziehen sich viele Menschen zurück, obwohl sie gerade jetzt die Unterstützung von wohltuenden Menschen bräuchten. Aus der Forschung ist bekannt, dass Alltagsbelastungen und kritische Lebensereignisse besser und eher bewältigt werden, wenn die Betroffenen ihre erlebte soziale Unterstützung als zufriedenstellend beschreiben. Dabei ist es gar nicht so wichtig, wie viele soziale Kontakte jemand hat, sondern wie diese wahrgenommen und eingeschätzt werden. Mit anderen Worten, soziale Unterstützung kann nur dann ihre gesundheitsschützende Wirkung entfalten, wenn sie auch als solche
wahrgenommen wird. Um dies zu erreichen, werden in diesem Workshop soziale Kompetenzen gefördert: z.B. durch
• Erkennen der Bedeutung von sozialen Beziehungen für die eigene Gesundheit
• Reflexion des eigenen sozialen Netzwerks: Wer tut mir wie gut?
• Netzwerkpflege: Erkennen des eigenen Beitrags zum Erhalt des Netzwerks, Erarbeiten von Möglichkeiten zur Pflege von sozialen Beziehungen

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